Mit KI ein Quiz aus deinen Texten erstellen
September 24, 2026

Du hast den Stoff gelesen. Kannst du ihn auch anwenden?
Beim Wiederlesen wirkt vieles vertraut. In der Klausur fehlt dann plötzlich die richtige Erklärung oder du verwechselst zwei ähnliche Begriffe. Ein Quiz hilft dir, diese Lücken früher zu entdecken: Du musst eine Antwort geben, bevor du sie nachschlagen kannst.
Fragen passend zum eigenen Skript zu erstellen, kostet allerdings Zeit. Mit Algor kannst du ein Quiz mit KI aus deinen Texten und Dokumenten erzeugen. Du wählst das Material, den Themenbereich und die Aufgabenformen. Anschließend nutzt du Rückmeldungen und Ergebnisse, um zu entscheiden, was du noch einmal durchgehen solltest.
Diese Anleitung zeigt dir den vollständigen Ablauf: vom PDF oder der Mitschrift bis zum anpassbaren Test und zur Auswertung. Die einzelnen Funktionen findest du auch in der offiziellen Algor-Anleitung zum Lernen und Wiederholen.
Was ein Quiz aus deinem eigenen Material bringt
Allgemeine Fragen im Internet können hilfreich sein. Sie treffen aber nicht automatisch die Begriffe, Beispiele und Schwerpunkte deiner Veranstaltung. Wenn der Test aus deinen Unterlagen entsteht, kannst du die Vorbereitung enger am tatsächlich behandelten Stoff ausrichten. Das ist besonders praktisch, wenn du mehrere Skripte, eigene Mitschriften und Folien kombinieren musst.
Eine KI-generierte Frage ist trotzdem keine offizielle Prüfungsfrage. Prüfe die Ergebnisse am Ausgangsmaterial, insbesondere bei sehr ähnlichen Antwortmöglichkeiten, Zahlen oder fachlichen Details. Der Nutzen liegt darin, schnell zu passenden Übungsaufgaben zu kommen und damit aktiv zu lernen, nicht in einer Garantie für den späteren Klausurinhalt.
Algor verbindet die Fragen mit einem Set. Das ist ein Lernbereich mit Abschnitten und Seiten, in dem auch die Texte, Zusammenfassungen und Concept Maps liegen. Lernkarten und Tests startest du über das Set und legst fest, welchen Teil sie abdecken. Du kannst deshalb direkt zum betreffenden Thema zurückgehen, wenn eine Antwort zeigt, dass dir noch ein Zusammenhang fehlt.
Mehr als eine richtige oder falsche Antwort
Ein Test kann dir auf verschiedenen Ebenen helfen:
- Abrufen: Du versuchst, den Inhalt ohne Blick in die Unterlagen zu erinnern.
- Unterscheiden: Du erkennst, ob du ähnliche Begriffe wirklich auseinanderhalten kannst.
- Erklären: Bei offenen Aufgaben musst du eine eigene Antwort formulieren.
- Planen: Das Ergebnis macht sichtbar, welche Themen du als Nächstes bearbeiten solltest.
Mit aktiviertem Sofortfeedback siehst du nach einer Aufgabe die richtige Antwort und eine kurze Erklärung. Für eine prüfungsähnliche Runde kannst du das Feedback bis zum Ende zurückhalten. Du bestimmst also, ob du gerade lernen oder deinen aktuellen Stand möglichst ununterbrochen prüfen möchtest.

Ein Quiz mit KI erstellen: so gehst du vor
1. Wähle einen klaren Ausschnitt deines Lernstoffs
Lege zuerst fest, was du prüfen willst. „Alles für das Semester“ ist für den ersten Versuch oft zu groß. Ein Kapitel, eine Vorlesung oder eine Gruppe zusammengehöriger Begriffe eignet sich besser. Du kannst später weitere Bereiche einbeziehen und den Umfang vergrößern.
Bei einer Klausurvorbereitung hilft ein konkretes Ziel: etwa die Grundbegriffe eines Themas ohne Unterlagen erklären zu können. Diese Frage an dich selbst macht die spätere Auswertung nützlicher. Du weißt dann, warum du den Test machst und woran du deinen Lernfortschritt erkennen möchtest.
2. Erstelle aus deinen Unterlagen ein Algor-Set
Melde dich bei Algor Education an und starte auf der Home-Seite mit „Create an Algor Set“ (Algor-Set erstellen). Du kannst PDF- oder Word-Dateien und Bilder hochladen, ein Foto aufnehmen, Text einfügen oder einen unterstützten Web- beziehungsweise YouTube-Link verwenden. Bereits gespeicherte Dateien kannst du ebenfalls auswählen.
Für eine Audio- oder Videoaufnahme nutzt du den Transkriptionsablauf und verwendest den Text anschließend als Lernmaterial. Ohne eigene Unterlagen kannst du von einem Thema ausgehen. Für ein Quiz über einen bestimmten Kurs ist der Weg über dessen Material meist genauer eingegrenzt als eine allgemeine Themenrecherche.

Im kostenlosen Tarif kannst du bis zu 25 Seiten pro PDF auswählen. Bei einem längeren Dokument legst du fest, welche Seiten du verwenden möchtest. Auch darüber hinaus gelten die jeweiligen Nutzungs- und Kreditgrenzen deines Tarifs.
3. Prüfe die Gliederung, bevor du den Stoff generierst
Du kannst Sprache, Stil und Detailgrad auf deinen Lernbedarf abstimmen. Soll das Material eine erste verständliche Einführung bieten oder Fachbegriffe für eine Hochschulprüfung verwenden? Algor lässt dich solche Vorgaben machen, statt bei jedem Thema dieselbe Darstellung vorauszusetzen.
Danach schlägt die KI die Gliederung deines Sets vor. Sieh nach, ob die wichtigen Themen enthalten und sinnvoll getrennt sind. Bei Bedarf überarbeitest du die Gliederung mit KI. Nach der Erstellung bleiben auch Texte und Maps bearbeitbar. Du behältst damit die Kontrolle über die Grundlage, auf der du später übst.
4. Starte den Test und wähle seinen Bereich
Öffne im Set die Funktion zum Starten eines Tests. Du kannst das ganze Set, einen Abschnitt oder eine einzelne Seite auswählen. Das ist nützlich, wenn du zunächst ein schwieriges Thema prüfen und erst danach eine gemischte Runde über mehrere Kapitel machen möchtest.
Du musst nicht jedes Feld selbst konfigurieren. Algor bietet Standardwerte, mit denen du beginnen kannst. Wenn du gezielter üben willst, passt du die folgenden Einstellungen an.
Aufgabenformen, Fragenzahl und Zeit einstellen

Welche Fragetypen möchtest du üben?
Du kannst unterschiedliche Aufgabenformen kombinieren:
- Multiple Choice: Wähle die passende Antwort aus mehreren Möglichkeiten.
- Richtig oder falsch: Prüfe eine Aussage und entscheide, ob sie zutrifft.
- Lückentext: Ergänze fehlende Informationen.
- Zuordnung: Verbinde die zusammengehörigen Elemente.
- Offene Antwort: Formuliere die Erklärung selbst.
Ohne eigene Auswahl kombiniert der Test Multiple Choice, Lückentext und Zuordnung. Für eine mündliche Prüfung oder eine Klausur mit längeren Antworten lohnt es sich, zusätzlich offene Fragen einzubeziehen. Nur die richtige Option wiederzuerkennen ist eine andere Aufgabe, als einen Zusammenhang selbst zu erklären.
Wie viele Fragen soll der Test enthalten?
Du kannst zwischen 10 und 100 Fragen wählen. Die Standardwerte hängen vom Umfang ab: zehn Fragen für eine Seite, 15 für einen Abschnitt und 20 für das gesamte Set. Eine kürzere Runde hilft dir, einen einzelnen Bereich zu prüfen; für einen breiteren Überblick kannst du mehr Fragen einplanen.
Entscheidend ist nicht nur die Zahl. Plane auch Zeit für die Nachbereitung ein. Zwanzig Fragen, deren Fehler du anschließend nachvollziehst, können für deinen nächsten Lernschritt nützlicher sein als eine lange Runde, bei der du nur auf den Endpunktestand schaust.
Sofortfeedback oder Prüfungssimulation?
Mit Sofortfeedback erfährst du direkt nach jeder Aufgabe, ob die Antwort stimmt. Das ist sinnvoll, wenn du während der Runde dazulernen möchtest. Schalte es aus, wenn du bis zum Ende ohne solche Hinweise arbeiten willst.
Ein optionaler Timer lässt sich auf fünf bis 300 Minuten einstellen. Orientiere dich dabei an der Art der Aufgaben und an dem Format, auf das du dich vorbereitest. Ein kurzer Begriffscheck braucht einen anderen Zeitrahmen als mehrere offene Erklärungen. Der Timer hilft beim Üben des Tempos, sagt für sich genommen aber noch nichts über die inhaltliche Qualität deiner Vorbereitung aus.
Die Auswertung nutzen: Was bedeutet dein Ergebnis?
Nach Abschluss siehst du die richtigen Antworten, die benötigte Zeit und eine KI-Analyse. Die Übersicht ordnet die Ergebnisse den Seiten deines Sets zu. Bei offenen Aufgaben beurteilt die KI auch teilweise richtige Antworten; du musst daher nicht zwangsläufig den Wortlaut einer Musterlösung treffen.
Schau bei einer falschen oder nur teilweise richtigen Antwort genauer hin. Hast du einen Begriff vergessen, zwei Inhalte verwechselt oder die Frage missverstanden? Diese Ursachen verlangen unterschiedliche nächste Schritte. Bei einem vergessenen Fachwort können Lernkarten helfen. Bei einem unklaren Zusammenhang gehst du besser zur Erklärung oder zur Concept Map zurück.

Die Quiz-Ergebnisse fließen in die Fortschrittsansicht ein. Dort kannst du ein Ziel mit Prüfungstermin festlegen und sehen, welche Themen du weiter bearbeiten solltest. Die Darstellung ersetzt nicht deine eigene Einschätzung, macht aber nachvollziehbar, worauf du deine nächsten Lernblöcke richten kannst.
Wenn etwas unklar bleibt, frage den Assistenten im Set nach einer Erklärung. Seine Quellenverweise führen dich zum zugehörigen Inhalt. Prüfe wichtige Aussagen weiterhin an deinen Unterlagen. Auch Rückmeldungen einer KI können unvollständig sein.
Tests für Lerngruppen und Unterricht verwenden
Lehrkräfte können ein Set vorbereiten und mit einer Klasse teilen. Über Rollen legst du fest, wer das Material bearbeiten oder nur damit lernen darf. Die Gruppenauswertung hilft, den Stand der Teilnehmenden zu überblicken, statt ausschließlich einzelne Testresultate nacheinander zu betrachten.
Für eine Lerngruppe ist dasselbe Prinzip praktisch: Ihr arbeitet auf einer gemeinsamen Materialbasis und könnt gezielt über schwierige Fragen sprechen. Erstellt jemand eine private Kopie, ist sie vom gemeinsamen Set getrennt. Die Tests in dieser Kopie erscheinen deshalb nicht in der Auswertung der ursprünglichen Gruppe.
Behalte außerdem das Lernziel im Blick. Eine automatisch ausgewertete Übungsrunde muss nicht die vollständige Beurteilung einer Leistung ersetzen. Besonders bei komplexen Argumentationen sind eine gemeinsame Besprechung und fachliches Feedback weiterhin wertvoll.
Mit deinem ersten Kapitel ausprobieren

Du brauchst keinen fertig organisierten Semesterordner, um anzufangen. Wähle ein Kapitel, erstelle daraus ein Set und starte einen überschaubaren Test. Sieh dir danach nicht nur das Ergebnis an, sondern entscheide konkret: Welche Stelle lese ich nach, welchen Begriff wiederhole ich und wann prüfe ich mich erneut?
Der Vorteil von Algor liegt in diesem Zusammenhang zwischen Material, Übung und nächstem Lernschritt. Maps und Texte helfen beim Verstehen, Karteikarten beim Wiederholen und Tests bei der Einschätzung deiner Vorbereitung. Mit dem kostenlosen Tarif kannst du diesen Ablauf innerhalb der vorgesehenen Grenzen an deinem eigenen Stoff ausprobieren.
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